Minensuche in Südosteuropa - Testversuche zur Auswahl der best geeigneten Metalldetektoren

Die international beobachteten South Eastern Europe-Testversuche (SEE) vom 2. bis 13. Oktober in Benkovac, Kroatien, sollen Aufschluss darüber geben, welche Metalldetektoren am besten geeignet sind für die Böden in Südosteuropa. Neben den Minen selbst ist auch der in den Minen vorliegende Sprengstoff, der für terroristische Zwecke missbraucht werden könnte, eine große GefahrDie international beobachteten South Eastern Europe-Testversuche (SEE) vom 2. bis 13. Oktober in Benkovac, Kroatien, sollen Aufschluss darüber geben, welche Metalldetektoren am besten geeignet sind für die Böden in Südosteuropa. Neben den Minen selbst ist auch der in den Minen vorliegende Sprengstoff, der für terroristische Zwecke missbraucht werden könnte, eine große Gefahr.

Die Testversuche erfolgen nach einem von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelten wissenschaftlichen Konzept unter ITEP (International Test and Evaluation Program for Humantitarian Demining)-Flagge.

Zur Ortung von Minen kommen Metalldetektoren zum Einsatz. In Kroatien gibt es besondere Böden mit magnetischen Eigenschaften, die Störsignale hervorrufen können. Wenn in solchen Böden Minen mit sehr kleinem Metallgehalt auftreten, ist das Auffinden der Minen eine sehr große Herausforderung an die Qualität der Geräte und die Sorgfalt des Minensuchers. Daher ist es wichtig, das Gesamtsystem vor Ort zu testen, d. h. Gerät und lokale Bedingungen und bedienendes Personal.

Aus den Ergebnissen der BAM-Experten sollen die am besten geeigneten Metalldetektoren für Südosteuropa gefunden werden. Außerdem sollen diese Ergebnisse in dem vom Geneva International Centre for Humanitarian Demining herausgegebenen internationalen Gerätekatalog veröffentlicht werden.

Es werden 12 Detektormodelle der führenden internationalen Hersteller aus Deutschland, Italien, Österreich, Australien, China und Russland, bedient von 24 erfahrenen Minensuchern aus Kroatien, über die Teststrecke unter quasi-realen Feldbedingungen gehen. Russische und chinesische Detektoren sind das erste Mal bei internationalen Vergleichstests dabei.

Unterstützt werden diese Aktivitäten durch das Bundesministerium für Verteidigung und das JRC Ispra der Europäischen Kommission, das einen Teil der Minensuchgeräte zur Verfügung stellt, die schon in Südostasien und Afrika getestet wurden.

Auskünfte:

Dr. Christina Müller
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Fachgruppe VIII.3 "Radiologische Verfahren" Arbeitsgruppe "Zuverlässigkeit Zerstörungsfreier Diagnosesysteme"
Unter den Eichen 87, 12205 Berlin
Telefon: +49 30 8104-1833
Fax: +49 30 8104-1837 E-Mail:

christina.müller@bam.de

www.bam.de

- //www.baumagazin.de/3100