Produktdefizite und unerwartete Bedürfnisse junger Menschen waren in der vergangenen Woche Themen der Fachtagung für Finanzwirtschaft in Dresden

Dass junge Menschen in Deutschland in der Hauptsache nicht mehr durch die Beschreibung des Trends einer intensiven Erlebnisorientierung charakterisiert werden können, überraschte die Teilnehmer der diesjährigen Fachtagung für Finanzwirtschaft am 14. und 15. September in Dresden. Denn diese Erlebnisorientierung war bislang auch für die Produktstrategien der deutschen Finanzdienstleistungswirtschaft ein wesentlicher Ansatz, den es nunmehr zu überdenken gilt, wie die Wiesbadener Psychologin Monika Müller in Auswertung aktueller Untersuchungen anmahnte. Die Leistungs- und langfristige Sicherheitsorientierung junger Menschen in der Bundesrepublik sei gegenwärtig so hoch wie nie zuvor. Dem entsprach auch die harsche Kritik von Heinrich Bockholt, Professor für Finanzwirtschaft an der Hochschule Koblenz, an speziellen Produktangeboten der deutschen Finanzinstitute für junge Erwachsene. Seine jüngsten Forschungen, denen auch eine aktuelle Studie des deutschen Bankenverbandes zugrundelag, belegen erhebliche Defizite in der Produktentwicklung, die den etwa einhundert Tagungsteilnehmern aus ganz Deutschland und Österreich im dargestellten Ausmaß teilweise nicht bewusst warenDass junge Menschen in Deutschland in der Hauptsache nicht mehr durch die Beschreibung des Trends einer intensiven Erlebnisorientierung charakterisiert werden können, überraschte die Teilnehmer der diesjährigen Fachtagung für Finanzwirtschaft am 14. und 15. September in Dresden. Denn diese Erlebnisorientierung war bislang auch für die Produktstrategien der deutschen Finanzdienstleistungswirtschaft ein wesentlicher Ansatz, den es nunmehr zu überdenken gilt, wie die Wiesbadener Psychologin Monika Müller in Auswertung aktueller Untersuchungen anmahnte. Die Leistungs- und langfristige Sicherheitsorientierung junger Menschen in der Bundesrepublik sei gegenwärtig so hoch wie nie zuvor. Dem entsprach auch die harsche Kritik von Heinrich Bockholt, Professor für Finanzwirtschaft an der Hochschule Koblenz, an speziellen Produktangeboten der deutschen Finanzinstitute für junge Erwachsene. Seine jüngsten Forschungen, denen auch eine aktuelle Studie des deutschen Bankenverbandes zugrundelag, belegen erhebliche Defizite in der Produktentwicklung, die den etwa einhundert Tagungsteilnehmern aus ganz Deutschland und Österreich im dargestellten Ausmaß teilweise nicht bewusst waren.

"Für Banken und Versicherungsunternehmen sind das klare Signale und zukunftsweisende Ansätze für modernere Produktstrategien", kommentiert Christian Kanwischer, Chef der Dresdner OFL-Unternehmensgruppe, die die Tagung veranstaltete, die Ergebnisse der Beratung. "Aber auch für Finanzdienstleistungsgesellschaften, die Produkte anderer vertreiben, gibt es nunmehr eine klare Botschaft. Die Beratungsleistung an sich muss auf der Grundlage aller zur Verfügung stehender sozialwissenschaftlicher Untersuchungen zielgruppenspezifischer, also tatsächlich maßgeschneidert werden. Zwar schreiben sich das die meisten Firmen seit langem auf ihre Fahnen, tatsächlich aber haben in bezug auf junge Erwachsene alle Finanzdienstleister in Deutschland einen erheblichen Nachholebedarf", so Kanwischer weiter.

In diesem Sinn wurde der von der OFL, der FWU Group und anderen Unternehmen ausgelobte und mit 5.000 Euro dotierte Innovationspreis für Finanzwirtschaft in diesem Jahr für die Entwicklung und Umsetzung zielgruppenspezifischer Beratungskonzepte an Heide Härtel-Herrmann vom FrauenFinanzDienst in Köln verliehen.

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