Bundesregierung muss in Brüssel für neue Energiepolitik kämpfen - Konkrete EU-Ausbauziele für Erneuerbare Energien gefordert

Berlin, 21.11.2006 – Anlässlich des morgigen Treffens der EU-Energieminister fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf, sich für klare Zielvorgaben für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien einzusetzen. Bis 2020 solle ein Viertel des europäischen Energieverbrauches aus Erneuerbaren Energien stammen. Zudem seien verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe notwendig. Ohne derartige Ziele würde die Abhängigkeit der EU von teuren Energieimporten von heute 50 auf über 70 Prozent steigen. Zudem sei ein konsequenter Ausbau Erneu-erbarer Energien erforderlich, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichenBerlin, 21.11.2006 – Anlässlich des morgigen Treffens der EU-Energieminister fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf, sich für klare Zielvorgaben für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien einzusetzen. Bis 2020 solle ein Viertel des europäischen Energieverbrauches aus Erneuerbaren Energien stammen. Zudem seien verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe notwendig. Ohne derartige Ziele würde die Abhängigkeit der EU von teuren Energieimporten von heute 50 auf über 70 Prozent steigen. Zudem sei ein konsequenter Ausbau Erneu-erbarer Energien erforderlich, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen.

BEE-Präsident Johannes Lackmann: "Die Bundesregierung muss die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr nutzen, um die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Europa zu stellen. Dafür brauchen wir verbindliche Zielvorgaben für Erneuerbare Energien." Zudem müsse eine europäische "High-Level-Group" für Erneuerbare Energien eingerichtet werden. Die EU dürfe nicht weiterhin auf eine kritische Abhängigkeit von russischem Gas und arabischem Öl hinsteuern. Die Nutzung heimischer und klimafreundlicher Energien sei zwingend, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraumes zu sichern.

Die Branche hält – wie schon das Europaparlament – ein Ausbauziel für Erneuerbare Energien von 25 Prozent am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 für realistisch. Zusätzlich müssten spartenbezogene Ziele vereinbart werden: 35 Prozent der Elektrizität, 25 Prozent der Wärme und Kühlung sowie 20 Prozent des verbrauchten Kraftstoffs müssten bis 2020 aus Erneuerbaren Energien kommen.

BEE-Präsident Lackmann: "Anders als alle zuvor von der EU beschlossenen Ziele müssen die neuen Vorgaben verbindlich sein, damit gegen Mitgliedsstaaten, die ihre Ziele nicht erreichen, Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet werden können." Schon jetzt sollten zudem weitergehende Ziele für Erneuerbare Energien bis 2030 und 2050 vereinbart werden, um Investitionssicherheit für diejenigen Unterneh-men zu schaffen, die in eine nachhaltige Energieversorgung investieren wollen. Dabei dürfe es keinerlei Vermischungen geben mit anderen vermeintlich sauberen Energieträgern. Der inzwischen in Papieren der Europäischen Kommission summarisch verwendete Begriff der "kohlenstoffarmen Energieerzeugung" führe in die Irre, da hiermit unzulässig versucht werde, Kohle- und Atomenergie mit Erneuerbaren Energien gleichzusetzen.

Ansprechpartner:
Milan Nitzschke, BEE-Geschäftsführer: 0174 – 242 99 18

Die Forderungen des BEE und seiner Mitgliedsverbände an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2007 können von der Internetseite des BEE unter www.bee-ev.de heruntergeladen werden.

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