Instandhaltung: Winter-Check fürs Dach ist unverzichtbar

München, 1. Februar 2007. Die meisten Autofahrer bereiten ihren Wagen sorgfältig auf den Winter vor: Da werden Winterreifen aufgezogen, Frostschutzmittel in die Scheibenwischanlage gefüllt sowie Eiskratzer und Schneeketten griffbereit gelegt. Immobilien können von so viel Liebe nur träumen. Kaum ein Hausbesitzer kontrolliert beispielweise vor Wintereinbruch die Funktionsfähigkeit des Daches oder der Dachrinnen. Dabei könnte ein rechtzeitiger Winter-Check kostspielige Schäden verhindernMünchen, 1. Februar 2007. Die meisten Autofahrer bereiten ihren Wagen sorgfältig auf den Winter vor: Da werden Winterreifen aufgezogen, Frostschutzmittel in die Scheibenwischanlage gefüllt sowie Eiskratzer und Schneeketten griffbereit gelegt. Immobilien können von so viel Liebe nur träumen. Kaum ein Hausbesitzer kontrolliert beispielweise vor Wintereinbruch die Funktionsfähigkeit des Daches oder der Dachrinnen. Dabei könnte ein rechtzeitiger Winter-Check kostspielige Schäden verhindern.

"Schnee und Eis sind potenzielle Gefahrenquellen für Dach und Mauerwerk", warnt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome. Denn eindringende Nässe verursacht nicht nur Wasserschäden. Bei Frost können Wände und Mauerwerk nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen werden. "Um Schäden am Eigenheim zu vermeiden, ist es sinnvoll, das Dach regelmäßig zu prüfen", rät Anzenberger. Eine einfache Sichtkontrolle können versierte Heimwerker durchaus in Eigenregie durchführen. Dabei sollte man prüfen, ob Laub oder Äste den Wasserabfluss behindern, ob die Schneefänger fest verankert sind und ob Ziegel lose oder verrutscht sind. Weniger handwerklich begabte beziehungsweise Eigentümer mit Neigung zur Höhenangst, sollten besser auf einen Fachbetrieb zurückgreifen - sicher ist sicher.

Das Gefahrenpotenzial eines schadhaften Daches ist groß. Lockere Ziegel oder Dachfirste können bei einem Wintersturm zu gefährlichen Flugobjekten für Passanten und Autos werden. Außerdem kann durch undichte Stellen Schmelzwasser ins Gebäude eindringen. Ist das Dach tief verschneit, bleibt dies unter Umständen lange Zeit unbemerkt. Dadurch weitet sich der Schaden enorm aus. Nach der Schneeschmelze bilden Löcher im Dach oder verrutschte Dachziegel hervorragende Angriffsflächen für Sturmböen. Oberstes Prinzip sollte daher lauten: Dem Sturm keine Angriffsmöglichkeit bieten!

Dachdecker raten zudem, Schneefänger besonders sorgfältig zu kontrollieren. Grund: Abrutschender und tauender Schnee staut sich häufig am Schneefang, baut dort enormes Gewicht und damit hohen Druck auf das Dach auf. Dachziegel laufen Gefahr, zu brechen. Gleichzeitig kann es zu Rückstau von Schmelzwasser kommen, das sich dann neue Abflusswege sucht. Das gleiche gilt rund um Dachfenster und Dachgauben. "Gerade bei geringen Dachneigungen ist auf funktionsfähige Wasserableitungen zu achten", erklärt Immobilienfachmann Anzenberger. Dies gelte auch für das Material unter der eigentlichen Dacheindeckung. Denn sickert rückgestautes Schmelzwasser durch die Ziegel, darf trotzdem keine Feuchtigkeit ins Gebäude eindringen. Wer unsicher ist, ob seine Hausbedachung dem Winteransturm gewachsen ist, der sollte einen Fachmann zu Rate ziehen.

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