Chaos nach Einbruch – auch im Kopf - Tag der Kriminalitätsopfer: Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ weist auf psychische Folgen durch Einbrüche hin

Ein durchwühlter Wäscheschrank und Kleider verteilt auf dem ganzen Boden – eine typische Szene nach einem Einbruch. Chaotische Zustände herrschen dann nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch im Kopf. Zum Tag der Kriminalitätsopfer am Donnerstag, den 22. März, weist die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ auf die schweren psychischen Folgen eines Einbruchs hin. Kriminologische Studien belegen, dass 87 Prozent der Einbruchsopfer Angst vor einem weiteren Einbruch haben. Nur noch jeder Dritte hält sich nach der Tat gerne in seiner Wohnung auf
Ein durchwühlter Wäscheschrank und Kleider verteilt auf dem ganzen Boden – eine typische Szene nach einem Einbruch. Chaotische Zustände herrschen dann nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch im Kopf. Zum Tag der Kriminalitätsopfer am Donnerstag, den 22. März, weist die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ auf die schweren psychischen Folgen eines Einbruchs hin. Kriminologische Studien belegen, dass 87 Prozent der Einbruchsopfer Angst vor einem weiteren Einbruch haben. Nur noch jeder Dritte hält sich nach der Tat gerne in seiner Wohnung auf.


Schockerlebnis Einbruch

„Für viele Menschen bedeutet der Einbruch in die Privatsphäre einen Schock“, sagt Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative, die von Verbänden der Sicherheitswirtschaft und der Polizei getragen wird. „Materielle Schäden werden von den Versicherungen ersetzt. Den Opfern macht aber das verloren gegangene Sicherheitsgefühl und der Verlust lieb gewonnener Erinnerungsstücke oft mehr zu schaffen“, betont Rieche.


Psychische Folgen: Ängste, Unsicherheit, Alpträume

Prof. Dr. Michael Kellner, Leiter der Spezialambulanz für Posttraumatische Belastungsstörungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bestätigt die oft schwerwiegenden psychischen und psychosomatische Beschwerden nach einem Einbruch: „Bei über der Hälfte der Betroffenen treten Schlafstörungen und Ängste auf. Aber auch Magen-Darm-Probleme, Konzentrationsstörungen oder eine niedergedrückte Stimmung kommen oft vor.“ Während bei manchen Opfern solche Beschwerden nur wenige Tage auftreten, kann es bei anderen Betroffenen durchaus zu einem chronischen Verlauf kommen, der bis zu Jahren andauern kann, so Kellner. Der Traumatologe rät Einbruchsopfern, als erste Anlaufstelle den Hausarzt aufzusuchen. „Wenn die Beschwerden anhalten, ist ein Psychiater oder Psychotherapeut eine gute Adresse“, empfiehlt Kellner. Eine der zentralen Anlaufstelle für Opfer, die Hilfe und Rat suchen, ist auch der Weisse Ring mit der Internetseite www.weisser-ring.de.


Einbruchschutz schafft Abhilfe

Schutz vor unliebsamen Eindringlingen in die Privatsphäre bietet die richtige Sicherheitstechnik. Über ein Drittel der Einbrüche scheitert daran. Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern zum Beispiel das sekundenschnelle Öffnen mit einem Schraubendreher. Alarmanlagen schrecken Täter ab und können im Einbruchsfall Nachbarn und Sicherheitsdienste alarmieren. Auf der Internetseite www.nicht-bei-mir.de werden Gefahren und geeignete Schutzmaßnahmen aufgezeigt. Eine Datenbank liefert über eine Postleitzahlensuche schnell den Kontakt zu qualifizierten Sicherheitsunternehmen im regionalen Umfeld.



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