Allgäuer Experten als Passivhaus-Tuner - Ingenieurbüro Herz & Lang bei weltgrößten Passivhaus-Projekt in Innsbruck beteiligt

Weitnau (jm). In Innsbruck entsteht mit 354 Wohneinheiten das derzeit weltgrößte Passivhaus-Projekt. Mit dabei sind die beiden Ingenieure Dieter Herz und Florian Lang vom Ingenieurbüro Herz & Lang aus Weitnau (Oberallgäu). Die beiden erfahrenen Experten für energieeffizientes Bauen beraten und schulen nicht nur Architekten, Ingenieure sowie Handwerker, sondern sie sind zudem für die Qualitätssicherung des Gesamtprojektes zuständigWeitnau (jm).
In Innsbruck entsteht mit 354 Wohneinheiten das derzeit weltgrößte Passivhaus-Projekt. Mit dabei sind die beiden Ingenieure Dieter Herz und Florian Lang vom Ingenieurbüro Herz & Lang aus Weitnau (Oberallgäu). Die beiden erfahrenen Experten für energieeffizientes Bauen beraten und schulen nicht nur Architekten, Ingenieure sowie Handwerker, sondern sie sind zudem für die Qualitätssicherung des Gesamtprojektes zuständig.

Es hat sich mittlerweile bis nach Vorarlberg und Tirol herumgesprochen, dass es im Oberallgäu ein Ingenieurbüro gibt, das 1998 Bayerns erstes Passivhaus plante und seitdem in Süddeutschland zu den führenden Experten rund ums Thema Passivhaus zählt. Dass die Gebäude vom renommierten Passivhausinstitut Darmstadt zertifiziert werden und deshalb besonders strenge Maßstäbe gelten, macht Dieter Herz nicht nervös: „Im Gegensatz zu vielen anderen Büros haben wir viel Erfahrung mit der Passivhaus-Zertifizierung.“ Bei allem Know-how, das sich Herz und sein Partner Florian Lang beim Bau von 50 Passivhäusern, 100 Energiesparhäusern und mehreren hochwertigen Altbausanierungen mit Passivhauskomponenten („Faktor 10“-Sanierungen) in den vergangenen elf Jahren erworben haben, ist der Großauftrag in Innsbruck dennoch eine Herausforderung. „Allein wegen der Größe des Projekts sind das ganz neue Dimensionen für uns“, meint Herz.

Auf dem so genannten „Lodenareal“, einem ehemaligen Industrieviertel in Innsbruck, wird die „Neue Heimat Tirol“ vier Komplexe mit insgesamt 354 Wohnungen errichten. Es handelt sich dabei übrigens nicht um Luxus-Unterkünfte für Yuppies, sondern um sozialen Wohnungsbau. Mit über einer Millionen Quadratmeter Nutzfläche ist die „Neue Heimat Tirol“ (NHT) der größte Hausverwalter im österreichschen Bundesland Tirol und einer der führenden Bauträger in Westösterreich. Das Unternehmen gehört je zur Hälfte dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck.
Im Herbst fällt mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für das bislang größte Passivhausprojekt aller Zeiten. Die Planung läuft auf Hochtouren. Das Ziel: Minimale Heizkosten für die Bewohner und aktiver Klimaschutz für die Umwelt.

Laut Dieter Herz ist Tirol im Vergleich zu Bayern oder auch anderen Bundesländern „beim Thema energieeffizienter Geschosswohnungsbau deutlich voraus“. Insbesondere die „Neue Heimat Tirol“ habe als gemeinnütziger Bauträger erkannt, welche Vorteile die Passivhausbauweise langfristig für alle bringe. Werde in Deutschland nur allzu häufig auf die kurzfristig billigste Lösung gesetzt, lege die NHT mit den Geschäftsführern Professor Klaus Lugger und Alois Leiter an der Spitze größten Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. „Hier wird verantwortungsvoll mit öffentlichen Geldern umgegangen“, meint Dieter Herz mit dem Blick auf die ständig steigenden Energiepreise.

Mit 354 Wohneinheiten ist nicht nur die Größe des Projektes ins Innsbruck ungewöhnlich. Vor allem die Technik begeistert. So wird im Lodenareal im Gegensatz zu anderen Passivhäusern beispielsweise die Heizung komplett vom Lüftungssystem getrennt. Geheizt wird mit Hilfe von freien Heizflächen, die die Temperaturen für jeden einzelnen Raum beliebig regelbar machen.
Dieter Herz und Florian Lang sehen sich selbst als „Tuner“ für die Innsbrucker Passivhäuser. „Wir perfektionieren die Planung sowie die Umsetzung in energetischer Hinsicht und sorgen damit auch insgesamt für mehr Wirtschaftlichkeit in der Bauausführung“, erklärt Dieter Herz.

Unter anderem bereitet das Ingenieurbüro die beteiligten Handwerker in Workshops auf ihre Aufgaben vor. „Die Anforderungen sind im Vergleich zum konventionellen Hausbau deutlich höher“, betont Florian Lang. „Architekten und Ingenieure, aber auch Handwerksbetriebe sind beim Bau von Passivhäusern stark gefordert. Sie müssen dazulernen und sich laufend fortbilden. Wir helfen ihnen dabei.“ Dieter Herz geht davon aus, dass in naher Zukunft auch in Bayern verstärkt Geschossbauten in Passivhausbauweise entstehen werden. „Angesichts der Energiepreisentwicklung führt kein Weg daran vorbei.“

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. (FH) Dieter Herz, Herz & Lang, Die Fachplaner für energieeffizientes Bauen, Ritzensonnenhalb 5a, 87480 Weitnau, Telefon 08375/921133-0, Fax 921133-55, E-Mail: dieter.herz@herz-lang.de, Internet:
www.herz-lang.de


- //www.baumagazin.de/3437