Stahl für Botschaftsgebäude und GlockenspieleSHP Stahl: Flexibilität als Wettbewerbsvorsprung

Münster. Von Null auf 20 Mitarbeiter in vier Jahren, das ist eine rasante Entwicklung für ein Unternehmen, noch dazu, wenn es sich im konservativen Stahlhandel bewegt. Wie das geht? Man nehme einen betriebswirtschaftlich orientierten Ingenieur und einen Kenner, der die Mechanismen des Stahlhandels in- und auswendig kennt. So fanden sich Markus Plagemann und Peter W. Horsch zusammen, um das Unternehmen SHP Stahl zu gründen. Dank bestehender Kontakte waren die ersten Kunden schnell gefunden, Markus Plagemann schuf die entsprechenden Strukturen„Wer sich heute im Stahlmarkt etablieren will, muss zwei wesentliche Kriterien erfüllen: Qualität und Lieferbereitschaft. In einer immer schnelllebigeren Wirtschaftswelt verstehen wir uns nicht nur als Lieferant, sondern auch als Dienstleister unserer Kunden“, so Plagemann. „Das schafft Kundenbindung“. Die Abnehmer kommen vor allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Baubranche. Zu den besonderen Produktspezialitäten des Unternehmens zählen Bleche, Rohre und Träger in einer großen Bandbreite.

Auf Grund der Flexibilität des Unternehmens kommt es immer wieder zu ungewöhnlichen Aufträgen. So hat SHP etwa zusammen mit einem Partner den„berühmten“ Glockenständer für die Skulpturprojekte 2007 (siehe Bild) geliefert. Auch der unter Denkmalschutz stehende Dachstuhl der ältesten Kirche in NRW wurde durch das Münsteraner Unternehmen mit saniert. Und wer vor der amerikanischen Botschaft in Berlin steht, kann sicher sein, dass dem dort verarbeiteten Stahl der Weg aus Westfalen in die Bundeshauptstadt nicht zu weit war.

Nicht umsonst konnte SHP von 2006 auf 2007 um 35 Prozent steigern. Außerdem wurde die Firma Wico übernommen. Einen Einschnitt erlebte das Unternehmen im vergangenen Jahr, als Peter W. Horsch überraschend verstarb. Glücklicherweise konnte Branchenkenner Thomas Heselmann für den Vertrieb gewonnen werden. Für das kommende Jahr hat sich Geschäftsführer Markus Plagemann ehrgeizige Ziele gesteckt: Weiteres Wachstum sowie eine Erweiterung des Portfolios stehen auf dem Programm. Informationen unter:www.shp-stahl.de

- //www.baumagazin.de/3689