LeitfadenBeim Hausverkauf Besichtigungstourismus vermeiden

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, kommt um Besichtigungstermine nicht herum. Dabei geht es nicht nur um die Begutachtung des Objekts. Verkäufer sollten auf viele Fragen potenzieller Käufer gewappnet sein. Doch wie bereitet man sich am besten darauf vor? Was sind die häufigsten Fragen und welche Fehler gilt es zu vermeiden?Der Besichtigungstermin
Terminwunsch: Wer verkaufen will, sollte die Wünsche und Vorlieben der Käuferseite beachten. Das gilt zum Beispiel für die Wahl des Besichtigungstermins. Wollen die Interessenten tagsüber vorbeikommen, sollte man sie nur in gut begründeten Ausnahmefällen auf den Abend vertrösten - es besteht die Gefahr, dass sie ihr Interesse verlieren könnten.

Der erste Eindruck: Das Objekt sollte freundlich und einladend wirken. Eine farblich frische Fassade, Blumen im Eingangsbereich oder eine schöne Gartengestaltung wecken die Neugierde der Interessenten. Auf keinen Fall sollte das Unkraut sprießen oder aus den Mülltonnen der Abfall quellen. Das gleiche gilt für Innen: Staub, schmutzige Gardinen und unaufgeräumte Zimmer wirken abstoßend. Zudem verlieren Räume, in denen viel herumliegt, optisch an Größe.

Wohlfühlklima: Positive Stimmung wirkt verkaufsfördernd. "Optimaler Lichteinfall und gute Ausleuchtung am Abend machen die Immobilie hell und freundlich", weiß Immobilienexperte Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. Störende Geräusche oder laute Musik sind nach Möglichkeit auszuschließen. Ebenso unangenehme Gerüche aus Küche, Bad oder Toilette sowie von Haustieren.

Umfangreicher Fragenkatalog
Es ist das gute Recht von Interessenten, Fragen zu stellen. Nicht alle müssen beantwortet werden, die meisten aber schon. Schließlich unterliegen Verkäufer einer Informationspflicht. "Verkäufer müssen auf Mängel und Bauschäden hinweisen, auch wenn diese nicht sichtbar sind", erläutert Anzenberger. Andernfalls besitzen Käufer Schadenersatzansprüche. Allgemeine Fragen sollte man aus Höflichkeit beantworten, etwa was der Grund für den Verkauf ist, wie es um die Nachbarschaft bestellt ist und ob die Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr gut funktioniert.

Konkrete Fragen zu Gebäude, Bausubstanz und technischen Anlagen sind Standardauskünfte. Hierzu zählen Informationen zum Alter der Immobilie, der technischen Anlagen und Einbauten, dem Zeitpunkt für Um- und Ausbauten sowie anstehende Sanierungen. Auch der aktuelle Zustand von Dach, Fenstern, Türen und Fassade stößt bei Käufern auf großes Interesse. Im Keller und den Kellerwänden sind eventuelle Feuchtigkeitsschäden anzuzeigen. Der Energieverbrauch kann mit konkreten Zahlen oder einem Energiepass belegt werden. Häufig werden auch Fragen zu den Nutzungsrechten am Grundstück und an Wegen gestellt. Wem hierzu Informationen fehlen, der kann in der Gemeinde Auskünfte einholen.

Tipp: Verkäufer, die unsicher sind oder sich die Vielzahl von Antworten und Auskünften nicht zutrauen, können einen Makler mit dem Verkauf der eigenen vier Wände beauftragen. Professionelle Immobilienvermittler schützen ihre Kunden vor dem sogenannten Besichtigungstourismus. So bieten die Immobilienberater von PlanetHome bereits vorab im Internet alle wichtigen Informationen zum Objekt, inklusive animierter 3-D-Touren. So umfassend informiert kommen nur noch tatsächlich Interessierte zum Besichtigungstermin - die Verkaufschancen zu einem guten Preis steigen.

- //www.baumagazin.de/4089