Nachfrage im Bauhauptgewerbe gesunken2,9 % Auftragsrückgang im Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahr

Während im Tiefbau Nachfrage und Beschäftigtenzahl abnimmt, steigt die Nachfrage im HochbauWie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) in einer aktuellen Pressemeldung mitteilt, sind im Juli 2010 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Juli 2009 preisbereinigt um 2,9% gesunken. im Tiefbau nahm sie dabei gar um 9,1% ab, während die Baunachfrage im Hochbau um sogar um 4,5% zunahm.

Der Gesamtumsatz ist im Juli 2010 um 1,9% auf rund 8,0 Milliarden Euro gegenüber Juli 2009 gesunken. Ende Juli 2010 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 705 000 Personen tätig; das waren etwa 11 000 Personen weniger als ein Jahr zuvor (- 1,6%).

Nach Einschätzung der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. (München) ist der seit geraumer Zeit zu beobachtende Anstieg der Baunachfrage im Hochbau ein Resultat der günstigen Rahmenbedingungen – besonders der niedrigen Hypothekenzinsen. Florian Haas,  Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. (München),  weist darauf hin, dass ein genaues Hinschauen jedoch nicht nur bei der Bau-Finanzierung lohnt. Auch bei den bauausführenden Firmen gilt es, genau hinzuschauen. „Natürlich muss die Qualität der Bauausführung stimmen, aber auch bei den zertifizierten Garantieleistungen der Baufirmen gibt es zum Teil gravierende Unterschiede“,  so Haas.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2010 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 3,3% gegenüber den ersten sieben Monaten 2009. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis Juli 2010 insgesamt 40,2 Milliarden Euro und lag damit um 5,9% unter dem Niveau der ersten sieben Monate 2009. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 1,1% gesunken.

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