Architekturfotografie auf einem neuen Level

Das eigene Gebäude sowie dessen Inneneinrichtung zu fotografieren kann mehrere Beweggründe haben. Für Unternehmen ist es wichtig, damit das Unternehmen angemessen repräsentiert werden kann auf der eigenen Webseite.Architektur Fotografie ist aber auch für sämtliche Immobilienmakler essenziell. Wenn Häuser und Wohnungen veräußert werden sollen diese natürlich den optimalsten Eindruck nach außen hin vermitteln. Dafür muss alles perfekt sitzen.

Bei der Fotografie von Architektur und Innenräumen muss einiges beachtet werden. Andernfalls kann es schnell passieren, dass die Wohnung auf den Bildern schlechter wirkt als sie es eigentlich ist. Dabei sollte genau das Gegenteil der Fall sein.

In diesem Artikel schauen wir uns einmal an, wie die Fotos ein garantierter Erfolg werden.

Welches Equipment ist notwendig?

Theoretisch gesehen kann ein Gebäude sowohl von Innen als auch von außen mit jeder Kamera bzw. jedem Smartphone fotografiert werden. Doch, wenn die Qualität exzellent sein soll, wird auch der bei Ausrüstung eine bestimmte Mindestqualität gefordert.

Die Kamera an sich spielt gar nicht so eine große Rolle. Ob es eine Spiegelreflexkamera mit APSC Sensor ist oder eine spiegellose Systemkamera mit Vollformatsensor. Vielmehr kommt es auf das Zubehör und das verwendete Objektiv an.

Damit möglichst viel vom Gebäude und von den Innenräumen eingefangen werden kann wird ein Objektiv mit einer niedrigen Brennweite benötigt, welches besonders viel auf das Bild bekommt. Beispielsweise ein Objektiv mit einer Brennweite von 15mm. Doch diese haben oftmals einen massiven Nachteil: Durch die Brennweite kann es im Bild zu Verzerrungen kommen, sobald nicht zu 100 % gerade fotografiert wird. Genau für solche Momente gibt es Tilt-Shift Objektiv. Diese haben wortwörtlich einen Knick in der Optik und eine verschobene Filmebene. Dadurch werden stürzende Linien bereits beim Fotografieren herauskorrigiert und der Raum bzw. das Gebäude erscheint so gerade, wie es auch in Real ist.

Details hingegen sollten mit Brennweiten von 50mm aufwärts fotografiert werden. Diese haben kaum bis keine Verzeichnung und sorgen für einen angenehmen unscharfen Hintergrund (Bokeh) und isolieren damit das Objekt.

Ein Stativ ist Pflicht, damit das Bild nicht verwackelt und auch längere Belichtungszeit bei einer niedrigen ISO realisiert werden können. Ein sogenannter Polfilter kann dafür sorgen, dass Spiegelungen in den Scheiben oder auch auf metallischen Oberflächen reduziert werden.

Licht ist das wichtigste Element

Ob in der Landschafts- oder Architekturfotografie. Licht ist das wichtigste Element neben dem Equipment. Mittags um 12 Uhr sollte nicht unbedingt fotografiert werden. Dort steht die Sonne am höchsten und wirft unschöne Schatten auf das Gebäude. Vielmehr sollte auf einen bewölkten Tag bzw. auf den Sonnenauf- und Untergang gewartet werden. Dabei ist das Licht weich und der Himmel erstrahlt in einer warmen Farbe.

Bei Innenräumen hingegen wird viel Licht benötigt. Damit Tagsüber die Schatten ausgeglichen werden können sind meistens Dauerlichter mit Softboxen notwendig, die die Schatten wieder ausgleichen und für ein homogenes Licht sorgen.

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